Ein belastbares Gutachten entsteht nicht aus Erfahrung allein. Es braucht die Fähigkeit, einen Bauschaden bis auf seine physikalische Ursache zurückzuführen – und diese Ursache so darzulegen, dass sie vor Gericht, gegenüber Versicherungen und gegenüber Unternehmern standhält. Genau darin liegt der Ansatz von SwissBauCo®: 35 Jahre Praxis auf Schweizer Baustellen, verbunden mit einer fundierten ingenieurwissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Ausbildung. Technische Analyse, wirtschaftliche Bewertung und wissenschaftliche Methodik greifen dadurch in jedem Mandat ineinander.
Kompetenz
Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen der Schadensanalyse
Bauphysik und Thermodynamik – Wärmeleitung, Diffusion, Kondensatbildung und die Hauptsätze der Thermodynamik bilden die Basis jeder seriösen Beurteilung von Wärmebrücken, Schimmelbildung, Tauwasserschäden und mangelhafter Dämmung. Wo andere eine feuchte Wand dokumentieren, wird bei uns der bauphysikalische Wirkmechanismus nachgewiesen.
Strömungstechnik und Feuchtetransport – Kapillarität, Oberflächenspannung und innere Reibung erklären, wie Wasser in Bauteile eindringt und sich darin verteilt. Diese Grundlagen sind entscheidend bei Abdichtungsmängeln, Fassadendurchfeuchtung, Flachdachschäden und der Beurteilung von Lüftungskonzepten.
Chemie und Werkstoffwissenschaften – Aufbau der Materie, chemische Reaktionen sowie Werkstoffe des Bau- und Maschinenbaus: Grundlage für die Beurteilung von Betonkorrosion, Karbonatisierung, Rissbildung, Materialunverträglichkeiten und der Alterung von Beschichtungen und WDVS-Systemen.
Mechanik und Elektrotechnik – Physikalische Grössen und ihre Messung, Grundzüge der Mechanik und der Elektrotechnik – die Voraussetzung, um Rissbilder, Setzungen, Verformungen und haustechnische Mängel technisch korrekt einzuordnen.
Mathematik und Statistik für technische Anwendungen – Gleichungssysteme, Finanzmathematik und Statistik ermöglichen die nachvollziehbare Quantifizierung von Schadenshöhen, Minderwerten, Lebensdauerbetrachtungen und Sanierungsvarianten.
Energietechnik und Nachhaltigkeit – Energieeffizienzstrategien, erneuerbare Energien und energetische Aufwertung: relevant für Sanierungsbeurteilungen und die technische Nachhaltigkeitsbewertung beim Immobilien-An- und Verkauf.
Digitalisierung und Automatisierung – Integrierte Informationsverarbeitung, betriebliche Anwendungssysteme und Wissensmanagement bilden die Grundlage für digitale Mängelaufnahme, strukturierte Dokumentation und den Einsatz moderner Gutachter-Software.
Kompetenz
Betriebswirtschaftliche und methodische Kompetenz
Strategisches Management und nachhaltige Unternehmensführung – Bauprojekte scheitern selten nur an der Technik. Das Verständnis für Planungs-, Steuerungs- und Führungsprozesse macht die Bauherrenvertretung wirksam – auch gegenüber Total- und Generalunternehmern.
Projekt- und Risikomanagement – Projektplanung, Projektcontrolling, Risikomanagement sowie Kommunikations- und Konfliktmanagement bilden die methodische Basis für baubegleitende Qualitätssicherung und für die Deeskalation bei strittigen Mängelfällen.
Betriebswirtschaft und Vertragsverständnis – Leistungsprozesse, Rechtsformen und ökonomisches Denken ergänzen die vertragsrechtliche Beurteilung nach SIA 118 und OR um die wirtschaftliche Perspektive aller Beteiligten.
Wissenschaftliches Arbeiten – Informationsrecherche, quantitative und qualitative Methoden sowie Datenanalyse sichern die methodische Nachvollziehbarkeit jedes Gutachtens – ein wesentlicher Qualitätsmassstab bei gerichtlichen Mandaten.
Kommunikation, Moderation und Fachenglisch – Präsentation, Moderation und technisches Englisch sind Voraussetzung für Schulungen, Dozententätigkeit, Schiedsgutachten und internationale Mandate.
Vorteil
Was das für Ihr Mandat bedeutet
- Bauschäden werden ursächlich analysiert, nicht nur beschrieben.
- Technische Feststellungen sind mit wirtschaftlichen Folgen verknüpft und nachvollziehbar beziffert.
- Gutachten sind methodisch strukturiert und halten der Prüfung durch Gerichte und Versicherungen stand.
- Sanierungsempfehlungen berücksichtigen Bauphysik, Werkstoffverhalten, Energieeffizienz und Kosten gleichermassen.

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FAQ
Fragen zur fachlichen Kompetenz
Was qualifiziert einen Baugutachter?
Massgebend sind eine bautechnische Grundausbildung, langjährige Baustellenpraxis und eine gutachterspezifische Weiterbildung. Bei SwissBauCo® kommen ingenieurwissenschaftliche Grundlagen in Bauphysik, Werkstoffwissenschaften und Energietechnik sowie betriebswirtschaftliches Projekt- und Risikomanagement hinzu.
Warum sind bauphysikalische Kenntnisse bei Gutachten entscheidend?
Ein grosser Teil aller Bauschäden geht auf Feuchtigkeit, Wärmebrücken und Kondensat zurück. Ohne thermodynamische und strömungstechnische Grundlagen lässt sich die Schadensursache nicht sicher von der Schadensfolge trennen – und damit auch die Haftungsfrage nicht klären.
Nach welchen Normen erstellen Sie Gutachten?
Unsere Gutachten stützen sich auf die SIA-Normen, insbesondere SIA 118, sowie auf die werkvertraglichen Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR).